KPI des Jahres 2017: Visibility

Visibility (Sichtbarkeit) bedeutet im Werbebereich, in welchem Ausmaß die Werbung von den anvisierten Nutzern gesehen wird. Angeben wird dieser Wert meist in Prozent. Je höher die Prozentzahl, desto mehr Nutzer sehen die Werbung also.

Arne Kirchem, Mediachef von Unilever, bezeugt in einem Interview mit Horizont Online: Die Sichtbarkeit von Displaywerbung liege in Deutschland bei knapp 60 Prozent. Das sei eindeutig zu wenig, damit könne man absolut nicht zufrieden sein!

Man stelle sich vor, nur 60% der gebuchten Werbung wird vom Kunden gesehen, während der Rest zwar bezahlt, aber nie vor die Augen der Nutzer gebracht wird.

Weiterhin sagt Arne Kirchem: „Die Unternehmen investieren inzwischen so viel Geld in diesen Kanal, dass wir einfach verlässliche KPIs brauchen. […] Wir wollen einfach wissen, ob wir das, was wir bezahlen, auch wirklich bekommen. Nur so sind wir in der Lage, die Effizienz von Digitalwerbung valide zu messen.“

Viewability ist also eine durchaus wichtige Kennzahl, die immer mehr an Bedeutung gewinnt durch die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft und somit auch die Tendenz zum digitalen Medienkonsum. Wie können werbende Firmen aber sicher gehen, dass das volle Potential des gebuchten Mediavolumens genutzt wird?

Für das Messen der Viewability gibt es internationale Standards (MRC – Media Rating Council, Inc.), die von validierten Partnern gemessen und ausgewertet werden. Die bekannteste und größte Firma für Viewability Measurement ist MOAT. MOAT ist spezialisiert auf das Messen von Viewability KPIs für Display- und Video Ads im Desktop-, Mobile Web-, und Mobile In-App Bereich. Möchte man also wissen, wie zuverlässig ein Werbeumfeld ist, bietet MOAT alle nötigen KPIs.

Hier ein Überblick über gängige KPIs von MOAT. Im Marktvergleich sind nur Daten enthalten, die MOAT zugänglich gemacht wurden.

MOAT

Marc Pritchard, Chief Brand Officer von Procter & Gamble, investiere lieber Zeit und andere Ressourcen, um die Qualität der Werbung zu verbessern, als die Viewability Standards mit Publishern und Agenturen jedes mal neu festlegen zu müssen. P&G arbeite dementsprechend mit dem MRC Viewability Standard. Man erwarte, dass jeder Media Supplier die Verifizierung durch Firmen wie MOAT noch im Jahr 2017 erhalte und somit die MRC Standards erfüllt.

viMe

*Werte vom Beginn 2017

Gameloft arbeitet nun seit 2016 mit MOAT zusammen und kann somit genaue Vorhersagen über die Viewability KPIs treffen. Die Zahlen sprechen dabei für sich. Gamelofts Viewability KPIs sind wesentlich höher als der Industriestandard.

Zusätzlich beschäftigt Marc Pritchard auch die Werbeumgebung: „Wir haben seit letztem März über 100 Millionen Dollar verschwendet, weil uns nicht versichert werden konnte, dass unsere Werbung nicht mit schlechten Inhalten, wie z.B. Terroristenvideos, in Verbindung gebracht wird.“

Dazu mehr im Artikel „Wieviel Brand Safety steckt in einem Spiel“.

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